Borneo, Java, Sulawesi und Bali in einer Reise: Du fährst auf dem Fluss zu den Orang-Utans von Tanjung Puting, siehst auf Java Borobudur und den Sonnenaufgang am Bromo, tauchst in Süd-Sulawesi in Karstlandschaft und Toraja-Kultur ein und endest mit Strandtagen auf Bali. Vier Inseln, vier Welten, rund 18 bis 20 Tage.
| Route | Jakarta, Tanjung Puting (Borneo), Yogyakarta, Bromo (Java), Makassar, Rammang-Rammang, Tana Toraja (Sulawesi), Bali |
| Dauer | Etwa 18 bis 20 Tage inklusive An- und Abreise |
| Inlandsflüge | Jakarta nach Pangkalan Bun, Borneo nach Java, Java nach Makassar, Makassar nach Bali |
| Landwege | Fluss mit dem Klotok-Boot, Zug und Auto auf Java, Straße in Süd-Sulawesi, Fähre oder Flug nach Bali je nach Variante |
| Beste Reisezeit | Juni bis September für Borneo und Sulawesi |
| Für wen | Neugierige Individualreisende, die Natur und Kultur verbinden wollen und lange Tage nicht scheuen |
| Endpunkt | Strand im Süden Balis, Rückflug ab Denpasar |
Die meisten Indonesien-Reisen bleiben auf Java und Bali. Diese Route geht weiter: Sie nimmt zwei Inseln dazu, die selten auf dem Programm stehen, und zeigt damit, wie unterschiedlich das Land ist. Auf Borneo ist der Fluss die Straße, auf Java sind es Tempel und Vulkane, auf Sulawesi die Kalkfelsen und die Totenkultur der Toraja, auf Bali am Ende Reisfelder und Meer. Die Seite führt dich Etappe für Etappe durch die Reise, erklärt, wie die Inlandsflüge zusammenpassen, und sagt ehrlich, für wen sich das Tempo lohnt. Für jede Station gibt es eine eigene Seite mit Details, die du über die Links erreichst. Einen allgemeinen Überblick über Routen im ganzen Land bietet die Seite Indonesien-Rundreise.
Welche Route verbindet Borneo, Java, Sulawesi und Bali?
Die Reise beginnt in Jakarta, der Hauptstadt auf Java. Von dort geht es als Erstes nach Borneo, genauer in den indonesischen Teil der Insel, nach Kalimantan. Dort liegt der Nationalpark Tanjung Puting, den du mit dem Boot erkundest. Danach fliegst du zurück nach Java und nimmst dir die klassische Kulturroute vor: Yogyakarta als Basis, der buddhistische Tempel Borobudur, dann weiter nach Osten zur Vulkanlandschaft des Bromo. Von Ostjava aus fliegst du nach Sulawesi, in die Hafenstadt Makassar. Der Südwesten der Insel bietet zuerst die Karstlandschaft von Rammang-Rammang, dann die Hochlandkultur der Toraja rund um Rantepao. Zum Schluss fliegst du von Makassar nach Bali und lässt die Reise an einem Strand im Süden ausklingen.
Als Tagesplan sieht das so aus:
- Tag 1 und 2: Anreise und Ankunft in Jakarta, Zeit zum Ankommen.
- Tag 3 bis 5: Flug nach Pangkalan Bun, Flussfahrt auf dem Sekonyer in den Tanjung-Puting-Nationalpark, Camp Leakey, Fütterungsplätze und die Schutzprojekte im Park.
- Tag 6 bis 9: Rückflug nach Java, Yogyakarta, Ausflug nach Borobudur, Zugfahrt nach Ostjava und Sonnenaufgang am Bromo.
- Tag 10 bis 15: Flug nach Makassar, Fort Rotterdam, Rammang-Rammang, Tempe-See, Hochland von Tana Toraja und Rückfahrt nach Makassar.
- Tag 16 bis 19: Flug nach Bali, Kochkurs und ein traditionelles Dorf im Inselinneren, Strandtage.
Du kannst die Etappen kürzen oder verlängern. Wer weniger Zeit hat, streicht den Abschnitt auf Java oder die Zeit am Strand. Wer mehr Zeit hat, bleibt länger in Tana Toraja, denn die Region lohnt mehrere Tage.
Wie lange dauert die Rundreise, und welche Inlandsflüge braucht man?
Plane etwa 18 bis 20 Tage ein, wenn die Anreise mitzählt. Das klingt lang, aber vier Inseln mit je einem Kernziel verlangen es, denn die Wege sind weit. Die größten Strecken legst du in der Luft zurück. Du brauchst vier Inlandsflüge: von Jakarta nach Pangkalan Bun, von Borneo zurück nach Java, von Ostjava nach Makassar und von Makassar nach Bali. Dazu kommen die Wege auf den Inseln selbst, die du mit dem Boot, dem Zug und dem Auto mit Fahrer zurücklegst. Über die Möglichkeiten für Flüge im Land informiert die Seite zum Flugverkehr in Indonesien.
Wichtig ist die Reihenfolge. Pangkalan Bun hat tägliche Flüge aus Jakarta, deshalb beginnst du dort. Makassar ist ein Knotenpunkt für den Osten des Landes, deshalb lässt sich Sulawesi gut mit einem Flug von Java und einem Weiterflug nach Bali verbinden. Plane an Flugtagen keine festen Termine am gleichen Tag ein. Verspätungen kommen vor, und ein verpasster Anschluss kostet auf dieser Route schnell einen halben Tag. Ein Puffer von einem Tag vor dem internationalen Rückflug ist sinnvoll, auch wenn die Reise Bali als letzte Station hat.
Gepäck ist ein praktischer Punkt. Reise mit leichtem Gepäck und packe so, dass du auf Borneo und im Hochland von Toraja Kleidung für Regen und kühle Abende dabei hast, am Strand dagegen nur Leichtes. Frage vor der Buchung der Flüge bei der Fluggesellschaft nach den Freigepäckregeln für Inlandsflüge.
Wo sieht man Orang-Utans in Tanjung Puting?
Der Tanjung-Puting-Nationalpark liegt in Zentral-Kalimantan auf Borneo und gehört zu den besten Orten, um wilde Orang-Utans zu erleben. Der Weg führt über Pangkalan Bun, wo täglich Flüge aus Jakarta landen. Von dort fährst du zum Hafen von Kumai und steigst auf ein Klotok, ein traditionelles Holzboot mit Besatzung. Es bringt dich den Sekonyer-Fluss hinauf in den Park. Die Gäste schlafen oft an Bord oder in einer einfachen Unterkunft am Fluss, essen an Bord und beobachten vom Wasser aus die Tiere am Ufer.
Zur Fahrt gehören Spaziergänge zu Fütterungsplätzen, die du nur zu Fuß und mit einem Guide erreichst. Der bekannteste Ort ist Camp Leakey, das 1971 von der Primatologin Biruté Galdikas und Rod Brindamour gegründet wurde. Es ist eine Forschungsstation. Besucher kommen als Tagesgäste und übernachten dort nicht. Die Orang-Utans bewegen sich frei im Wald, manche kommen zu den Fütterungen, andere bleiben in den Baumkronen. Neben den Menschenaffen leben im Park Nasenaffen, Gibbons und weitere Affen, außerdem mehr als 220 Vogelarten. Ein Teil der Tour führt zu Schutzprojekten, die sich um die Wiederaufforstung kümmern, und am Abend sitzt du an Deck, wenn der Fluss still wird.
Verhalte dich ruhig, halte Abstand und folge deinem Guide. Die Orang-Utans sind Wildtiere. Mehr Informationen zur Anreise, zum Ablauf und zu den Regeln findest du auf der Seite zum Tanjung-Puting-Nationalpark, und alles Wissenswerte zu den Menschenaffen auf der Seite über Orang-Utans. Für einen entspannten Ablauf buchst du Boot und Guide vorab bei einem Veranstalter, der dich am Flughafen abholt.

Was erwartet dich auf Java zwischen Yogyakarta und Bromo?
Nach dem Rückflug von Borneo wechselt die Reise vom Fluss in die Kulturlandschaft. Yogyakarta ist die Basis für Zentraljava: eine Sultansstadt, in der Batik, Gamelan und javanischer Tanz gepflegt werden. Ein Tag gehört dem Borobudur, einer monumentalen buddhistischen Tempelanlage aus Stein, an deren Wänden Reliefs ganze Geschichten erzählen. Wer will, verbindet den Besuch mit einer Radtour durch umliegende Dörfer und schaut sich die kleineren Tempel Mendut und Pawon in der Nähe an. Eine Fahrt ins nahe Prambanan lässt sich im Programm ergänzen.
Der nächste Abschnitt führt nach Osten. Du fährst mit dem Zug durch Ostjava, ein Abschnitt, der durch Reisfelder und Hügel führt, und danach mit dem Auto ins Bergland. Am Rand des Tengger-Gebirges beginnt ein ganz anderes Java: kühle Luft, Nebel und ein weites Kraterbecken. Der Bromo steht in der Caldera des alten Tengger-Vulkans und ist das Wahrzeichen Ostjavas. Der Sonnenaufgang gehört zu den meistfotografierten Szenen des Landes. Meist startest du in der Nacht mit einem Jeep, folgst dem Kraterrand zu einem Aussichtspunkt und gehst später zum Krater. Dort leben die Tengger, eine Volksgruppe, die ihre Bräuche bis heute pflegt.
Danach geht es weiter in die Großstadt Surabaya, von wo der Flug nach Sulawesi startet. Ein Tag hier ist nur ein Übergang. Wer die Java-Etappe vertiefen will, findet auf der Seite Java und Bali in zwei Wochen eine Route, die sich mit dieser Reise überschneidet.
Was macht Rammang-Rammang so besonders?
Von Makassar aus fährst du nach Norden. Vor der Abfahrt lohnt in Makassar ein Rundgang durch Fort Rotterdam, die Festung am Hafen, in der heute das Museum La Galigo untergebracht ist. Danach liegt im Norden, im Landkreis Maros, das Dorf Rammang-Rammang inmitten von Kalksteinfelsen, die wie Türme aus dem Flachland ragen. Das Besondere: Die Karstberge stehen nicht am Meer, sondern zwischen Reisfeldern und einem Fluss. Den Namen übersetzt man mit Nebel oder Wolke, und an einem Morgen nach Regen siehst du, warum: Dunst hängt zwischen den Felsen. Die Fahrt mit dem Motorboot auf dem Pute-Fluss führt an Nipapalmen und Mangroven vorbei zu einem Dorf, das du zu Fuß erkundest. Im Gebiet gibt es steinerne Höhlen im Wald, der Stein-Wald heißt, und kleine Läden mit Flechtwaren und lokalen Spezialitäten.
Dieser Halt ist leicht in den Weg ins Landesinnere eingebaut. Von hier geht es über die Stadt Sengkang weiter Richtung Hochland. Die Stadt liegt am Tempe-See, einem flachen Binnensee, an dem Fischer leben, die auf dem Wasser arbeiten. Eine Bootsfahrt auf dem See zeigt dir den Alltag am Wasser. Mehr über die Hafenstadt, von der aus du startest und zu der du am Ende zurückkehrst, steht auf der Seite zu Makassar.

Was ist in Tana Toraja sehenswert?
Tana Toraja liegt im Bergland von Süd-Sulawesi und ist die Heimat der Toraja. Die Region ist vor allem durch ihren Umgang mit dem Tod bekannt: Rituale und Zeremonien, die an Gräber und Bestattungen gebunden sind, bestimmen das Leben bis heute. Als Gast siehst du die Felsgräber von Lemo, die Höhlen von Londa mit Särgen an den Felswänden und die Anlage von Ke’te Kesu‘ mit den typischen Häusern, deren Dächer wie Boote geschwungen sind, den Tongkonan. Hölzerne Figuren der Verstorbenen blicken von Balkonen in den Fels. Das ist keine Kulisse, sondern ein lebendiger Teil der Kultur. Verhalte dich respektvoll, frage vor dem Fotografieren und folge den Hinweisen deines Guides.
Die Landschaft ist genauso reizvoll wie die Kultur. Ein Dorf wie Batutumonga im Norden von Rantepao liegt an einem Hang mit Blick über Reisfelder, in denen dunkle Felsbrocken liegen. Von hier führt eine leichte Wanderung durch Dörfer mit Tongkonan-Häusern. Wer aktiver unterwegs sein will, kann das Hochland zu Fuß erkunden oder eine Raftingtour auf dem Sa’dan-Fluss buchen. Rantepao ist als Basis geeignet, weil von dort fast alle Ziele erreichbar sind. Alles Weitere zu Häusern, Gräbern, Zeremonien und Verhalten steht auf der Seite zu Tana Toraja.
Die Anreise erfolgt auf dem Landweg von Makassar. Das dauert einen großen Teil des Tages, weshalb viele Reisende den Weg mit dem Besuch von Rammang-Rammang und dem Tempe-See verbinden. Plane in Toraja mindestens zwei volle Tage ein, besser drei. Wer nur eine Nacht bleibt, verbringt die meiste Zeit im Auto.

Wie klingt die Reise am Ende auf Bali aus?
Nach so viel Bewegung ist Bali ein Ruhepunkt. Du fliegst von Makassar nach Denpasar und fährst zu einem Strandhotel in Sanur oder Nusa Dua. Ein Tag gehört dem Landesinneren: Du besuchst einen Markt, kochst in einem Dorf mit einer Familie und lernst, wie Reis auf Bali angebaut wird. Das ist einer der schönsten Wege, die Insel jenseits der Strände kennenzulernen. Danach bleibt Zeit zum Baden und für den Rückflug ab Denpasar.
Wenn du mehr Zeit auf Bali willst, baust du nach den Strandtagen eine Tour durch das Hochland, einen Ausflug in den Osten oder eine Überfahrt zu den Nachbarinseln ein. Das Tempo der Reise lässt sich so langsam beenden.
Wann ist die beste Reisezeit für Borneo und Sulawesi?
Für Tanjung Puting ist die Zeit von Juni bis September am besten, und in Süd-Sulawesi bringt die Trockenzeit von Mai bis September das beste Wetter. Die Reise liegt also am besten in den Sommermonaten. In diesen Monaten sind die Wege trockener, die Flüsse laden zu Bootsfahrten ein und das Hochland zeigt sich klar. In Tana Toraja finden viele Zeremonien in den Sommermonaten statt, doch Termine sind nicht planbar, und Gäste sind kein Anlass für ein Fest. Wer dabei sein will, spricht lokale Guides an.
Auf Java und Bali sind die Monate im Sommer ebenfalls angenehm, das Wetter am Bromo ist aber auch dann morgens kühl. Eine warme Jacke ist wichtig. Mehr dazu auf der Seite zur besten Reisezeit nach Region.
Für wen eignet sich die Route, und wie anstrengend ist sie?
Die Reise ist abwechslungsreich, aber dicht. Du packst häufig, fliegst oft und stehst manchmal vor Sonnenaufgang auf. Sie passt zu Reisenden, die neugierig sind und kein Problem mit einfachen Unterkünften auf dem Boot haben. Körperlich ist sie nicht schwer, denn die Wanderungen sind kurz und leicht. Anstrengend sind die langen Fahrtage und das Klima: Borneo ist heiß und feucht, das Hochland von Toraja und der Bromo sind kühl. Wer ein ruhigeres Tempo will, wählt weniger Stationen. Ein Vorschlag: Borneo und Sulawesi allein, ohne Java, ergeben eine ruhigere Reise für zwei Wochen.
Als Individualreisender planst du die Reise selbst oder lässt dir Fahrer und Guides vermitteln. Gerade auf Borneo und in Toraja ist ein Guide sinnvoll: Er kennt die Regeln, die Wege und die Dörfer. Plane Flug- und Bootszeiten großzügig und halte pro Station einen Ersatztag bereit, wenn dein Zeitplan es zulässt.
Häufige Fragen zu Borneo, Java, Sulawesi und Bali
Wie viele Inlandsflüge brauche ich?
Vier: Jakarta nach Pangkalan Bun, Borneo nach Java, Java nach Makassar und Makassar nach Bali.
Wo liegt der Nationalpark Tanjung Puting?
In Zentral-Kalimantan auf Borneo. Du erreichst ihn über Pangkalan Bun und den Hafen Kumai.
Kann ich in Camp Leakey übernachten?
Nein. Das Camp empfängt Besucher als Tagesgäste.
Wie komme ich von Makassar nach Tana Toraja?
Auf dem Landweg, mit dem Auto und Fahrer oder mit dem Bus nach Rantepao.
Welche Monate passen für Borneo und Sulawesi?
Juni bis September.
Indonesien bereisen? Vergleiche Angebote mit Flug und Hotel für Bali und Java. Zur Region Toraja gibt es die offizielle Reiseseite der indonesischen Tourismusbehörde.