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Wissenswertes

Wissenswertes für die Indonesien-Reise umfasst all jene Dinge, die das Reisen leichter machen: von Sprache, Geld und Trinkgeld über Verständigung und Umgangsformen bis zu Gesundheit, Sicherheit und dem Umgang mit dem oft langsameren Rhythmus des Landes. Wer ein paar Grundregeln kennt, reist entspannter und begegnet den Menschen mit dem nötigen Respekt.

AmtsspracheBahasa Indonesia, daneben hunderte regionale Sprachen
WährungIndonesische Rupiah (IDR), bargeldlastig außerhalb der Städte
ReligionMehrheitlich islamisch, auf Bali überwiegend hinduistisch
SteckdosenTyp C und F, 230 Volt, wie in Mitteleuropa
ZeitzonenDrei Zonen (WIB, WITA, WIT), Bali liegt auf WITA
VerkehrLinksverkehr, dichter und oft chaotischer Stadtverkehr
Wo liegt Indonesien?
Indonesien auf einen Blick
OsttimorBruneiIndonesien
Klima in Indonesien
25°30°35°JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDezLuft °CWasser °CRegen mmØ 2014–2023 · Daten: Open-Meteo

Welche Sprache spricht man in Indonesien?

Die offizielle Landessprache ist Bahasa Indonesia, eine vergleichsweise leicht zu erlernende Sprache ohne komplizierte Grammatik, Artikel oder Zeitformen. Sie dient als verbindende Amtssprache in einem Land, in dem daneben mehrere hundert regionale Sprachen und Dialekte gesprochen werden, etwa Javanisch, Sundanesisch oder Balinesisch. Für Reisende bedeutet das, dass praktisch jeder die Nationalsprache versteht, im Alltag aber oft eine zweite, lokale Sprache benutzt wird. Schon wenige Wörter wie „terima kasih“ für danke, „selamat pagi“ für guten Morgen oder „berapa“ für wie viel öffnen Türen und werden mit einem Lächeln belohnt.

Englisch wird in touristischen Zentren wie Süd-Bali, auf den Gili-Inseln oder in den großen Hotels und Reiseagenturen meist gut verstanden, abseits der ausgetretenen Pfade jedoch nur eingeschränkt. In Dörfern, kleinen Garküchen oder bei Busfahrern hilft eine Übersetzungs-App, Geduld und ein freundlicher Umgangston weiter. Die Indonesier sind ausgesprochen kommunikativ und neugierig, sodass sich Verständigung selbst mit Händen und Füßen erstaunlich gut bewerkstelligen lässt. Wer ein kleines Sprachheft oder Vokabeln auf dem Handy dabei hat, kommt fast überall durch.

Mit welcher Währung und welchen Zahlungsmitteln reist man?

Gezahlt wird in Indonesischer Rupiah, deren hohe Nennwerte mit vielen Nullen anfangs verwirren können. Es lohnt sich, schon vor der ersten Anschaffung ein Gefühl für die Größenordnungen zu entwickeln und größere Scheine nach Möglichkeit zu wechseln, denn an Märkten, in Warungs und bei Fahrern ist Wechselgeld oft knapp. Bargeld bleibt das wichtigste Zahlungsmittel, besonders außerhalb der Städte, auf Märkten und in einfachen Lokalen. Geldautomaten gibt es in Städten und Touristenorten reichlich, auf abgelegenen Inseln dagegen kaum, weshalb man dort vorsorglich genug Bargeld mitnimmt.

Kreditkarten werden in größeren Hotels, Restaurants und Geschäften der Touristenzentren akzeptiert, im Alltag jedoch selten. Beim Abheben empfiehlt es sich, größere Beträge auf einmal zu ziehen, um Gebühren zu sparen, und die Karte nur an Automaten seriöser Banken zu nutzen. Mobiles Bezahlen über lokale Apps ist in den Städten auf dem Vormarsch, für ausländische Besucher ohne indonesisches Konto aber meist nicht praktikabel. Wer vorab und vor Ort die wichtigsten Geldfragen klären möchte, findet im Bereich Service und Informationen weiterführende Hinweise zu Praktischem rund um die Reise.

Wie hält man es mit Trinkgeld und Feilschen?

Trinkgeld ist in Indonesien nicht zwingend erwartet, wird aber gern gesehen und gerade von Personen im Tourismus geschätzt, deren Einkommen oft bescheiden ist. In gehobenen Restaurants und Hotels ist häufig bereits eine Servicepauschale auf der Rechnung enthalten; wo das nicht der Fall ist, rundet man auf oder lässt einen kleinen Betrag liegen. Für Fahrer, Reiseführer, Gepäckträger oder Zimmerpersonal ist ein angemessenes Trinkgeld eine schöne Geste, die mit einem ehrlichen Lächeln zurückkommt. Wichtig ist, es mit beiden Händen oder der rechten Hand zu überreichen, da die linke Hand als unrein gilt.

Feilschen gehört auf Märkten, bei Souvenirständen und bei vielen Transportdiensten zum guten Ton, ist in Geschäften mit festen Preisen und in Supermärkten jedoch unüblich. Das Handeln sollte stets freundlich, mit Humor und ohne Aggressivität geschehen, denn es ist weniger ein Kampf als ein höfliches Spiel um einen fairen Preis. Wer den ersten genannten Betrag etwas reduziert und sich dann in der Mitte trifft, liegt meist richtig. Dabei lohnt es sich, die Verhältnismäßigkeit zu wahren und nicht um Kleinstbeträge zu streiten, die für den Verkäufer wichtiger sein können als für den Reisenden.

Welche Umgangsformen und religiösen Gepflogenheiten sollte man kennen?

Indonesien ist ein mehrheitlich muslimisches Land mit großer religiöser Vielfalt, und Respekt vor dem Glauben der Menschen ist überall spürbar wichtig. Beim Besuch von Moscheen, Tempeln und anderen heiligen Stätten kleidet man sich bedeckt, also mit langen Hosen oder Röcken und bedeckten Schultern; vielerorts werden Sarongs oder Schals bereitgestellt. Schuhe zieht man vor dem Betreten von Gebetsräumen und oft auch von Privathäusern aus. Auf Bali prägt dagegen der Hinduismus den Alltag, sichtbar an den unzähligen Tempeln und den kleinen Opfergaben, den Canang Sari, die morgens überall ausgelegt werden und nicht betreten werden sollten.

Im persönlichen Umgang zählen Freundlichkeit, Geduld und das Wahren des Gesichts mehr als Direktheit. Lautes Auftreten, sichtbarer Ärger oder Kritik in der Öffentlichkeit gelten als unhöflich; ein Lächeln und ruhiges Auftreten führen fast immer schneller zum Ziel. Den Kopf eines anderen Menschen, auch von Kindern, berührt man nicht, da er als heilig gilt, und auf Menschen sollte man nicht mit dem Finger oder den Füßen zeigen. Beim Reichen oder Annehmen von Dingen verwendet man die rechte Hand. Wer mehr über Mentalität, Bräuche und Alltag erfahren möchte, findet im Bereich Land und Leute einen tieferen Einblick.

Was muss man zu Gesundheit und Sicherheit wissen?

Gesundheitlich reist man in Indonesien am besten mit etwas Vorsicht und guter Vorbereitung. Vor der Reise empfiehlt sich eine ärztliche oder reisemedizinische Beratung zu sinnvollen Impfungen und zum aktuellen Stand etwa von Malaria oder Dengue-Fieber, das durch Mücken übertragen wird. Ein wirksamer Mückenschutz, lange Kleidung in der Dämmerung und gegebenenfalls ein Moskitonetz gehören in vielen Regionen zur Grundausstattung. Wichtig ist auch der Magen: Man trinkt grundsätzlich kein Leitungswasser, sondern abgefülltes Wasser, verzichtet auf Eiswürfel unklarer Herkunft und bevorzugt frisch und durchgegart zubereitete Speisen. Eine kleine Reiseapotheke mit Mitteln gegen Durchfall und einem Sonnenschutz ist sehr ratsam.

In Sachen Sicherheit gilt Indonesien für Touristen als überwiegend gastfreundlich und unproblematisch, doch wie überall ist gesunder Menschenverstand gefragt. Wertsachen bewahrt man unauffällig auf, in belebten Vierteln und auf Märkten achtet man auf Taschendiebstahl, und am Strand lässt man Gepäck nicht unbeaufsichtigt. Eine besondere Rolle spielt die Natur: Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, sodass es zu Erdbeben und vulkanischer Aktivität kommen kann. Vor der Besteigung aktiver Vulkane oder bei Touren in abgelegene Gebiete sollte man sich über die aktuelle Lage informieren und nur mit erfahrenen Anbietern unterwegs sein. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ist unverzichtbar, da die medizinische Versorgung außerhalb der Städte begrenzt sein kann.

Wie funktioniert die Fortbewegung im Inselreich?

Die Fortbewegung in Indonesien ist Teil des Abenteuers und verlangt etwas Flexibilität, denn das Land erstreckt sich über tausende Inseln und gewaltige Entfernungen. Zwischen den größeren Inseln und Städten ist das Flugzeug das schnellste und oft günstige Mittel, mit zahlreichen Inlandsverbindungen, die etwa Jakarta, Bali, Sumatra und Sulawesi verbinden. Für kürzere Distanzen und das Inselhopping über kurze Seestrecken dienen Fähren und Schnellboote, deren Fahrpläne man großzügig einplanen sollte, da sie wetterabhängig sind. Auf Java ergänzt ein recht gut ausgebautes Eisenbahnnetz das Angebot und macht die Reise zwischen den Städten bequem und landschaftlich reizvoll.

Innerorts bewegt man sich per App-Taxi, das auch als Motorrad-Variante verfügbar ist und sich in den Städten zum bequemen, transparent bepreisten Standard entwickelt hat. Daneben gibt es klassische Taxis, kleine Sammelbusse und in vielen Orten Motorradtaxis. Viele Reisende mieten einen Roller, sollten dabei jedoch den Linksverkehr, den dichten Verkehr und die nötige Fahrpraxis bedenken; ein Helm ist Pflicht und ein internationaler Führerschein erforderlich. Für längere Strecken und Rundreisen ist ein Auto mit ortskundigem Fahrer oft die entspannteste Lösung. Wie sich mehrere Inseln sinnvoll zu einer Route verbinden lassen, zeigt der Bereich Inselhopping.

Wann ist die beste Reisezeit und worauf kommt es beim Klima an?

Indonesien liegt am Äquator und hat ein tropisches Klima mit gleichmäßig warmen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit über das ganze Jahr. Statt Sommer und Winter unterscheidet man Trocken- und Regenzeit, die je nach Region zeitlich etwas verschoben sind. Für die meisten Reiseziele gilt die Trockenzeit etwa von Mai bis September als angenehmste Zeit mit viel Sonne, ruhigerer See und besten Bedingungen zum Tauchen, Wandern und für Vulkanbesteigungen. Die Regenzeit bringt vor allem nachmittägliche Schauer, die oft kräftig, aber kurz sind, sodass auch dann das Reisen möglich bleibt und die Landschaft besonders grün leuchtet.

Weil der Archipel so groß ist, lohnt der Blick auf die jeweilige Region: Während etwa Bali und Java einem ähnlichen Muster folgen, können die Molukken oder Teile Sulawesis abweichende Regenmuster haben. Wer Strand und Schnorcheln mit Kultur und Trekking verbinden möchte, plant die Route am besten entlang der trockenen Monate der jeweiligen Inseln. Eine genauere Übersicht über Niederschläge, Temperaturen und Wassertemperaturen bietet die Seite zum Klima Indonesiens, während die Empfehlungen zur idealen Reisezeit je nach Region die Feinplanung erleichtern.

Wie geht man mit dem indonesischen Lebensrhythmus um?

Eine der wichtigsten Erkenntnisse für eine entspannte Indonesien-Reise ist der gelassenere Umgang mit Zeit. Der oft mit einem Augenzwinkern erwähnte „Jam karet“, die Gummizeit, beschreibt, dass Termine, Abfahrten und Verabredungen flexibler gehandhabt werden als in Europa. Fähren legen ab, wenn sie voll sind, Bestellungen brauchen ihre Zeit, und Pläne ändern sich mit dem Wetter oder den Umständen. Wer dies als Teil der Reise annimmt, statt sich darüber zu ärgern, gewinnt nicht nur Ruhe, sondern auch viele schöne, unerwartete Momente. Pufferzeiten bei Anschlüssen und ein entspannter Reiseplan sind daher Gold wert.

Hinzu kommt die herzliche, offene Art der Indonesier, die Besucher häufig mit Neugier und Freundlichkeit empfangen. Es kann gut sein, dass man nach einem Foto gefragt wird oder spontan ins Gespräch kommt; ein Lächeln und etwas Geduld werden überall geschätzt. Während der Fastenzeit Ramadan ändert sich in muslimisch geprägten Regionen der Tagesrhythmus, manche Lokale haben tagsüber geschlossen, und ein rücksichtsvolles Verhalten gegenüber Fastenden ist angebracht. Wer sich auf diese kulturellen Eigenheiten einlässt, erlebt Indonesien nicht nur als Reiseziel, sondern als eine offene und lebendige Begegnung. Tiefer in die Kultur des Landes führt der Bereich Kultur mit seinen Hintergründen zu Kunst, Religion und Traditionen.

Gut vorbereitet ins größte Inselreich der Welt aufbrechen? Mit dem richtigen Wissen im Gepäck wird die Indonesien-Reise entspannter und reicher an Begegnungen.

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