indonesien.info
StartseiteIndonesien Inseln › Nusa-Inseln

Nusa-Inseln

Die Nusa-Inseln vor der Südostküste Balis sind das Naturwunder vor der Haustür: dramatische Steilküsten wie der ikonische Kelingking Beach, türkise Naturpools, Mantarochen zum Greifen nah und drei Inseln mit ganz eigenem Charakter – das wilde Nusa Penida, das entspannte Nusa Lembongan und das winzige Nusa Ceningan.

Lagesüdöstlich von Bali, getrennt durch die Badung-Straße (Verwaltung: Klungkung, Bali)
Die drei InselnNusa Penida (größte/wildeste), Nusa Lembongan (entspannt), Nusa Ceningan (kleinste)
Top-HighlightsKelingking Beach, Angel’s Billabong, Broken Beach, Crystal Bay, Diamond Beach
Unter WasserMantarochen ganzjährig, Mola Mola (Mondfisch) etwa Juli bis Oktober
Beste ReisezeitTrockenzeit April bis Oktober
AnreiseSchnellboot ab Sanur (Bali) ca. 30–45 Minuten
Nusa-Inseln auf einen Blick
OsttimorBruneiNusa-Inseln
Klima in Nusa-Inseln
20°25°30°35°JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDezLuft °CWasser °CRegen mmØ 2014–2023 · Daten: Open-Meteo

Kaum eine halbe Bootsstunde von Bali entfernt liegen drei Inseln, die in den letzten Jahren zu den meistfotografierten Zielen Indonesiens aufgestiegen sind. Verwaltungstechnisch gehören sie zu Bali, fühlen sich aber deutlich rauer und ursprünglicher an: zerklüftete Kalksteinklippen, die steil ins tiefblaue Meer abfallen, versteckte Buchten und ein Hinterland aus Trockenwäldern und kleinen Tempeln. Wer die Strände und Aussichtspunkte der Nusa-Inseln einmal gesehen hat, versteht schnell, warum sie zum Sinnbild für das „andere Bali“ geworden sind. Einen Überblick über alle Regionen des Landes bietet unsere Seite zu Indonesiens Inseln.

Welche der drei Nusa-Inseln ist die richtige?

Kurz gesagt: Penida für spektakuläre Natur, Lembongan zum Entspannen, Ceningan für Abenteuer. Nusa Penida ist die mit Abstand größte und wildeste Insel mit den berühmten Steilküsten und Stränden – ideal für alle, die die großen Postkartenmotive sehen wollen, dafür aber raue Pisten und längere Fahrten in Kauf nehmen. Nusa Lembongan ist kleiner, besser erschlossen und am entspanntesten: gute Strandbars, Surfspots und kurze Wege machen sie zur Wohlfühlinsel. Nusa Ceningan, über die markante Gelbe Brücke mit Lembongan verbunden, ist die kleinste der drei und punktet mit der türkisen Blue Lagoon und mutigen Klippensprüngen. Viele Reisende kombinieren Lembongan und Ceningan zu Fuß oder per Roller und planen für Penida einen oder zwei eigene Tage ein.

Wie kommt man zu den Nusa-Inseln?

Die Anreise erfolgt fast immer per Schnellboot ab Sanur im Süden Balis. Die Überfahrt dauert je nach Ziel und Seegang etwa 30 bis 45 Minuten, mehrere Anbieter fahren täglich nach Nusa Penida und Nusa Lembongan. Buche bei unruhiger See lieber eine Fahrt am Vormittag, wenn das Wasser ruhiger ist. Auf den Inseln selbst gibt es keinen öffentlichen Nahverkehr: Auf Penida mietest du einen Roller (nur mit Fahrpraxis – die Straßen sind teils steil, eng und schlecht ausgebaut) oder buchst einen Fahrer mit Jeep für eine Tagestour zu den Höhepunkten. Lembongan und Ceningan lassen sich gut mit Roller, Fahrrad oder sogar zu Fuß erkunden. Zwischen den Inseln verkehren kleine Boote, sodass sich auch ein Inselhopping zwischen Penida und Lembongan unkompliziert organisieren lässt.

Welche Highlights hat Nusa Penida?

Das Aushängeschild ist der Kelingking Beach im Südwesten, dessen Klippe an den Kopf eines Tyrannosaurus erinnert und weit unten einen schneeweißen Strand umrahmt – der steile Abstieg ist abenteuerlich und nur mit fester Kondition zu empfehlen. Ganz in der Nähe liegen Angel’s Billabong, ein natürlicher Felsenpool, der sich bei Ebbe wie ein Infinity-Pool über das Meer schiebt, und Broken Beach (Pasih Uug), eine kreisrunde, vom Meer durchbrochene Felsbucht. An der Westküste lockt die Crystal Bay mit klarem Wasser zum Schnorcheln, im Osten beeindrucken die Zwillingsstrände Diamond Beach und Atuh Beach mit ihren Felsnadeln. Spirituell und spektakulär zugleich ist der versteckte Tempel Peguyangan mit seiner blauen Treppe entlang der Steilküste sowie die Höhlentempelanlage Goa Giri Putri.

Für eine sinnvolle Reihenfolge teilen die meisten Touren Penida in einen West- und einen Osttag: Der Westen bündelt Kelingking, Angel’s Billabong, Broken Beach und Crystal Bay, der Osten Diamond und Atuh Beach samt der spektakulären Klippenpfade. Plane für jeden Spot genug Zeit ein, denn die Wege zwischen den Sehenswürdigkeiten sind auf Penidas Pisten überraschend lang. Wer früh startet, hat die berühmtesten Aussichtspunkte für einen Moment fast für sich allein – ab dem späten Vormittag füllen sich besonders Kelingking und Diamond Beach mit Tagesgästen.

Schnorcheln mit Mantas und Mola Mola

Unter Wasser sind die Nusa-Inseln mindestens so beeindruckend wie über Wasser. An Plätzen wie Manta Point und Manta Bay vor der Südküste von Penida ziehen das ganze Jahr über riesige Mantarochen ihre Kreise – das Schnorcheln oder Tauchen mit den sanften Giganten gehört zu den unvergesslichsten Erlebnissen einer Bali-Reise. Eine Besonderheit ist der Mola Mola (Mondfisch), der in den kühleren Monaten von etwa Juli bis Oktober aus der Tiefe aufsteigt und Taucher aus aller Welt anzieht. Crystal Bay und Gamat Bay sind beliebte Schnorchelreviere mit bunten Korallen und Schildkröten. Wer schon auf den Gili-Inseln geschnorchelt hat, findet hier ein noch wilderes, strömungsreicheres Pendant – geführte Bootstouren mit erfahrenem Guide sind daher klar zu empfehlen. Achte darauf, einen Anbieter zu wählen, der respektvollen Abstand zu den Mantas hält und die Gruppen klein lässt – das schont die Tiere und macht das Erlebnis für alle entspannter. Eine Unterwasserkamera lohnt sich hier besonders, denn Begegnungen mit den meterbreiten Rochen sind fast garantiert.

Nusa Lembongan und Ceningan: die entspannten Schwestern

Während Penida mit seiner schroffen Größe beeindruckt, sind Lembongan und Ceningan die sanfteren Geschwister. Auf Nusa Lembongan reihen sich rund um die Mushroom Bay und den Dream Beach hübsche Strandlokale; an der Felsküste tost der Devil’s Tear, wo die Brandung in hohen Fontänen aufspritzt. Im Norden lädt ein Mangrovenwald zu ruhigen Kanutouren ein, und vor der Küste finden Surfer mehrere bekannte Riffbreaks. Über die gelbe Hängebrücke gelangst du nach Nusa Ceningan mit seiner leuchtenden Blue Lagoon, wo sich Mutige von der Klippe ins Wasser stürzen. Beide Inseln sind klein genug, um sie in ein bis zwei Tagen entspannt zu erkunden, und bieten genau die Mischung aus Strandleben und Inselruhe, die viele auf dem hektischeren Bali vermissen.

Wo übernachtet man auf den Nusa-Inseln?

Wo du wohnst, hängt vom Inseltyp ab. Nusa Lembongan ist die komfortabelste Basis: Rund um Jungut Batu und die Mushroom Bay gibt es eine gute Auswahl an Strandbungalows, Boutique-Hotels und Cafés, dazu kurze Wege zu den schönsten Buchten. Wer die großen Naturhighlights vor der Tür haben möchte, übernachtet auf Nusa Penida – das Angebot ist einfacher und über die Insel verstreut, dafür erlebst du die Spots morgens, bevor die Tagesgäste aus Bali eintreffen. Auf Nusa Ceningan finden sich einige ruhige Unterkünfte mit Blick auf die Lagune. Da die Inseln immer beliebter werden, empfiehlt sich gerade in der Hochsaison eine frühzeitige Buchung. Ein bewährter Plan: zwei Nächte auf Lembongan/Ceningan zum Ankommen und Entspannen, dann ein bis zwei Tage Penida für die großen Aussichten.

Viele Reisende kombinieren die Nusa-Inseln mit dem Süden Balis oder hängen sie als Auftakt an eine längere Inselrundreise mit Lombok und den Gilis an. Da die Boote ab Sanur starten, lassen sich die Inseln nahtlos in eine Bali-Reise einfügen, ohne lange Umwege in Kauf zu nehmen. Wer Taucher ist, plant zusätzlich Zeit für die Manta- und Mola-Mola-Reviere ein, denn die Tauchgänge zählen zu den eindrucksvollsten Südostasiens.

Wann ist die beste Reisezeit für die Nusa-Inseln?

Die beste Reisezeit für die Nusa-Inseln ist die Trockenzeit von April bis Oktober. Dann ist das Meer ruhig, die Bootsüberfahrt angenehm und die Sicht beim Schnorcheln am besten. Die Hauptmonate Juli und August sind zugleich die belebtesten – wer den großen Andrang an Kelingking Beach meiden möchte, kommt früh am Morgen oder reist in den Randmonaten. Mantarochen lassen sich ganzjährig beobachten, während die Chance auf den seltenen Mola Mola in den kühleren Monaten Juli bis Oktober am größten ist. In der Regenzeit von November bis März können hoher Seegang und rutschige Wege die Ausflüge erschweren. Mehr zur klimatischen Planung liest du auf unserer Seite zu Klima und beste Reisezeit.

Was sollte man auf den Nusa-Inseln beachten?

Ein paar Hinweise ersparen Enttäuschungen. Tagesausflug oder Übernachtung? Reine Tagestouren ab Bali sind beliebt, hetzen aber von Spot zu Spot; wer kann, bleibt mindestens eine Nacht und erlebt die Inseln morgens und abends ohne Menschenmassen. Straßenverhältnisse: Penidas Pisten sind anspruchsvoll – fahre nur Roller, wenn du sicher bist, sonst lieber mit Fahrer. Abstiege ernst nehmen: Die Wege zu Kelingking oder Diamond Beach sind steil; feste Schuhe und Wasser gehören dazu. Bargeld mitnehmen: Geldautomaten sind vorhanden, aber nicht überall zuverlässig. Natur schützen: Mantas nicht berühren und Korallen nicht antreten. So werden die Nusa-Inseln zum Höhepunkt jeder Bali-Reise. Passende Angebote mit Flug und Hotel findest du über die Reise-Suche oben auf der Seite.

Die Nusa-Inseln entdecken? Vergleiche Indonesien-Angebote mit Flug und Hotel und kombiniere Bali ganz einfach mit einem Abstecher zu Penida, Lembongan und Ceningan.

Indonesien-Angebote ansehen