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Derawan-Inseln: Kakaban, Sangalaki & Maratua

Die Derawan-Inseln vor der Küste von Ost-Kalimantan bestehen aus 31 Inseln. Am bekanntesten sind Derawan, Maratua, Sangalaki und Kakaban mit seinem See voller nesselloser Quallen. Du erreichst sie über Berau und den Hafen Tanjung Batu; die letzte Etappe legst du mit dem Schnellboot zurück.

LageKreis Berau, Ost-Kalimantan (Borneo)
Inseln31, bekannt sind Derawan, Maratua, Sangalaki und Kakaban
HighlightsGrüne Meeresschildkröten, Mantas bei Sangalaki, Quallensee auf Kakaban
Artenvielfalt460 Korallen- und 870 Fischarten
AnreiseFlug nach Berau oder Tarakan, dann Schnellboot
Passt zuTauchen, Schnorcheln, Inselhopping abseits von Bali
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Wer auf Borneo an Orang-Utans und Regenwald denkt, vergisst leicht, dass die Insel auch ein Meer hat. Vor der Küste von Ost-Kalimantan liegt ein Archipel mit weißen Sandstränden, flachen Lagunen und Riffen, die als zweitbestes Meeresreiseziel Indonesiens nach Raja Ampat gelten. Diese Seite beschreibt die wichtigsten Inseln, erklärt die Anreise Schritt für Schritt und zeigt, was du beim Schnorcheln und Tauchen beachten solltest.

Wo liegen die Derawan-Inseln und wie kommst du hin?

Der Archipel gehört zum Kreis Berau in der Provinz Ost-Kalimantan. Es gibt keine durchgehende Verbindung wie auf Bali; die Reise besteht aus mehreren Etappen. Die übliche Route: Flug von Jakarta nach Balikpapan (rund zwei Stunden), Weiterflug nach Berau, dann eine Fahrt über Land zum Hafen Tanjung Batu und von dort mit dem Schnellboot zur Insel Derawan. Die Bootsfahrt dauert etwa 30 bis 45 Minuten. Die Landfahrt vom Flughafen Berau zum Hafen dauert zwei Stunden oder mehr, weshalb viele Unterkünfte Transfers anbieten.

Eine zweite Möglichkeit führt über Tarakan: Du landest auf dem Flughafen Juwata, fährst zum Hafen Tengkayu und nimmst dort ein Schnellboot zu den Inseln. Diese Überfahrt dauert deutlich länger als die ab Tanjung Batu und hängt vom Seegang ab. Reisende, die empfindlich auf Seekrankheit reagieren, sollten ein Mittel dagegen dabei haben.

Die Inseln sind getrennte Ziele und kein Rundweg, den man zu Fuß abläuft. Such dir daher zuerst eine Basis, etwa auf Derawan oder Maratua, und plane Bootsausflüge zu den anderen Inseln ein. Frage bei Buchung, welcher Hafen und welche Insel bedient wird, wo die Rückfahrt abholt und ob Preise je Person oder je Boot gelten. Plane vor einem getrennt gebuchten Weiterflug einen großzügigen Puffer ein; Boote richten sich nach Wetter und Seegang. Die allgemeinen Einreiseregeln stehen auf der Seite Einreise nach Indonesien.

Was macht Kakaban mit dem Quallensee so besonders?

Die Insel Kakaban ist ein Atoll mit einer brackigen Lagune, die als See bezeichnet wird. In ihm leben vier Quallenarten, die ihre Nesselfähigkeit weitgehend verloren haben, weil im abgeschlossenen Gewässer keine Fressfeinde auf sie lauern. Dadurch kannst du zwischen ihnen schwimmen, ohne gestochen zu werden. Einen vergleichbaren Ort gibt es nur in Palau im Pazifik.

Auf Kakaban wohnt niemand, Boote kommen von den Nachbarinseln. Vom Anleger führt ein Fußweg zum See; plane festes Schuhwerk oder Sandalen mit Halt ein. Das Gebiet ist als regionales Meeresschutzgebiet ausgewiesen. Für das Schwimmen im See gelten in der Regel Regeln, die den Tieren dienen: keine Sonnencreme, keine Flossen, nicht anfassen. Reibe dich daher vorher nicht mit Creme ein, trage bei Bedarf ein Shirt gegen die Sonne und spüle Ausrüstung ab. Zugang und Bestand können sich ändern; frage deshalb bei deinem Veranstalter nach dem aktuellen Stand.

Wer den See besucht, begegnet mehreren Quallenarten in unterschiedlichen Größen. Auch außerhalb des Sees lohnt Kakaban: Rund um die Insel kannst du tauchen, mehr dazu findest du im nächsten Abschnitt.

Wo siehst du Mantas und Schildkröten?

Das Meer rund um den Archipel gilt als Schutzgebiet für Riesenschildkröten, Delfine, Mantarochen, Dugongs, Barrakudas, Quallen und Wale. Gezählt werden 460 Korallenarten und 870 Fischarten. Zwei Schildkrötenarten gelten in Indonesien als selten und gefährdet: die Grüne Meeresschildkröte und die Echte Karettschildkröte. Beide siehst du schon nahe am Ufer, und du kannst mit ihnen schnorcheln. Grüne Meeresschildkröten legen im Archipel Eier ab; wann und wo Nester zu sehen sind, hängt von der Saison ab, und Gastgeber wissen meist, welche Strände gerade aktiv sind.

  • Sangalaki: eine flache, korallenbewachsene Lagune. Mantas, Grüne und Echte Karettschildkröten kommen vor. Zu den Tauchplätzen gehören Coral Gardens, Channel Entrance, Turtle Town, Sandy Ridge, Manta Run und Manta Parade.
  • Maratua: eine große Insel, die sich um eine Lagune zieht, mit weißen Stränden und Mangrovenwald, am Rand Indonesiens gelegen, nahe der Grenze zu Malaysia. Es gibt mehr als 20 Tauchplätze und vier Dörfer der Bajau.
  • Derawan: hier kannst du Fahrräder mieten, am Strand entspannen, am Steg den Sonnenuntergang erleben und vor der Küste schnorcheln; Schildkröten legen nachts Eier.

Beim Schnorcheln und Tauchen gilt: Schildkröten und Mantas bleiben Wildtiere. Halte Abstand, berühre nichts und greife nicht nach Tieren, auch nicht für Fotos. Wie das Tauchen in Indonesien insgesamt funktioniert, welche Scheine nötig sind und welche Regionen sich zusätzlich lohnen, steht auf der Seite Tauchen in Indonesien; die Region konkurriert mit Raja Ampat um Taucher mit Schwerpunkt Meeresleben.

Wie entstanden die Namen der Inseln?

Eine lokale Überlieferung erzählt eine Hochzeitsgeschichte: Zwei Familien wollten auf Long Island eine Hochzeit feiern, doch ihre Schiffe sanken auf dem Weg, und alle an Bord ertranken. Die Braut gab der Insel Derawan ihren Namen, ihr älterer Geschwisterteil Kakaban, der Bräutigam Sangalaki; Maratua steht für die Eltern. Es ist eine Erzählung, die die Menschen vor Ort weitergeben, und sie zeigt, wie eng der Archipel mit der Seefahrt verbunden ist.

2005 meldete die lokale Regierung das Gebiet bei der UNESCO als mögliche Welterbestätte an. Die Insel Derawan wird wegen ihrer gut erhaltenen Natur „Pristine Island“ genannt. Das Dorf wurde von einem Verwaltungsdorf zu einem Dorf für Besucher umgewandelt, damit die Bewohner das Gebiet sauber halten und die Umwelt schützen.

Was isst du auf den Derawan-Inseln?

Die lokale Küche setzt auf Meeresfrüchte und getrocknete Zutaten. Zu den typischen Gerichten gehören Kima-kima, große Muscheln, die wie Salzfisch getrocknet, scharf gewürzt und meist zu Reis gegessen werden, sowie Kulabutan, ein großer getrockneter Tintenfisch, den du in einfachen Lokalen findest. Auch eine Sorte Durian mit orangefarbenem, süßerem und weicherem Fruchtfleisch soll nur in Kalimantan wachsen, darunter auf Derawan. Mehr zu Reis, Fisch und Gewürzen in Indonesien findest du auf der Seite zur indonesischen Küche.

Wie reist du auf den Derawan-Inseln verantwortungsvoll?

Der Archipel ist ein Schutzgebiet, und viele Strände dienen als Nistplätze. Nachts nutzen Schildkröten die Strände, deshalb gilt: kein Blitzlicht, keine Taschenlampe auf die Tiere und kein Betreten der Nester. Nimm Müll mit zurück und verzichte auf Einwegplastik, denn auf kleinen Inseln gibt es keine Müllabfuhr wie in der Stadt. Wähle Veranstalter, die ihre Gruppen klein halten, Abstand zu Tieren erklären und Ankerplätze nutzen, statt Anker auf Korallen zu werfen.

Für die Packliste lohnt sich eine einfache Regel: wenig, aber das Richtige. Dazu gehören ein Langarmshirt gegen die Sonne, eine wasserdichte Tasche für Boote, Mittel gegen Seekrankheit für die längere Überfahrt, Bargeld in kleinen Scheinen und Ersatz für alles, was auf Inseln schwer zu bekommen ist, etwa persönliche Medikamente. Wie du dich gesundheitlich vorbereitest, steht auf der Seite Gesundheit und Impfungen.

Wie organisierst du Boote und Gepäck?

Die Überfahrten laufen in kleinen Schnellbooten, in denen wenig Platz ist. Packe deshalb in weiche Taschen statt in große Hartschalenkoffer und wiege vor Abreise das Gepäck, falls dein Anbieter ein Limit nennt. Wasserdichte Beutel sind für Kamera, Handy und Papiere sinnvoll, denn Gischt gehört zur Fahrt. Trinkwasser nimmst du in ausreichender Menge mit, und eine leichte Jacke hilft gegen den Fahrtwind.

Weil die Inseln einzeln liegen, kostet jeder Ausflug Zeit. Plane höchstens ein bis zwei Ziele pro Tag und rechne mit dem Hin- und Rückweg. Wer taucht, spricht die Ausflüge am besten mit dem Tauchcenter ab, das Boote, Tauchplätze und Ausstiege koordiniert. Für längere Reisen durch den Osten Indonesiens lohnt sich ein Blick auf die Seite Inselhopping in Indonesien.

Welche Reisezeit und welche Dauer passen?

Für den Archipel ist keine feste Saison ausgewiesen. Wichtiger als der Monat sind ruhige See und Sicht unter Wasser; beides schwankt, und dein Quartier kann kurzfristig sagen, ob Ausflüge möglich sind. Die Übersicht zu Reisezeiten nach Region hilft bei der groben Einordnung für Borneo.

Für die Dauer gilt: Allein die Anreise kostet einen vollen Tag oder mehr. Rechne daher mit mindestens vier Nächten auf den Inseln, damit sich die Reise lohnt: ein Tag zur Eingewöhnung und Schnorcheln an der Hausküste, ein Ausflug nach Sangalaki, einer nach Kakaban und Maratua. Wer das Festland erkunden will, kombiniert die Inseln mit den Seiten zu Orang-Utans und dem Tanjung-Puting-Nationalpark.

Häufige Fragen zu den Derawan-Inseln

Wie viele Inseln gehören zum Archipel?

31 Inseln, von denen Derawan, Maratua, Sangalaki und Kakaban am bekanntesten sind.

Wie komme ich zu den Derawan-Inseln?

Per Flug nach Berau, dann über Land zum Hafen Tanjung Batu und mit dem Schnellboot nach Derawan (etwa 30 bis 45 Minuten). Alternativ über Tarakan.

Kann ich auf Kakaban mit Quallen schwimmen?

Ja, die Quallen im See haben ihr Nesselgift weitgehend verloren. Sonnencreme und Flossen sind in der Regel nicht erlaubt; frage vor Ort nach aktuellen Regeln.

Wo sehe ich Mantarochen?

Vor allem bei Sangalaki, wo Tauchplätze wie Manta Run und Manta Parade liegen.

Gibt es Schildkröten?

Ja, Grüne Meeresschildkröten und Echte Karettschildkröten; sie werden oft nahe am Ufer gesichtet.

Borneo mit Meer verbinden? Vergleiche Angebote für Indonesien und kombiniere Orang-Utans und Regenwald mit einem Inselaufenthalt. Weitere Hintergründe liefert die Seite der Tourismusbehörde.

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