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Pura Besakih

Der Pura Besakih ist der „Muttertempel“ Balis – die größte und heiligste Hindu-Tempelanlage der Insel, hoch an den Hängen des heiligen Vulkans Agung gelegen. Mit über zwanzig einzelnen Tempeln, die sich terrassenförmig den Berg hinaufziehen, ist Besakih das spirituelle Zentrum des balinesischen Hinduismus und ein eindrucksvolles Ziel im Osten Balis.

LageOst-Bali, an den Südwesthängen des Gunung Agung
Bedeutung„Muttertempel“ – heiligste und größte Tempelanlage Balis
UmfangKomplex aus über 20 Tempeln, zentral der Pura Penataran Agung
Höherund 1.000 m – kühler als die Küste, oft klare Bergluft
Beste ZeitVormittag (klare Sicht auf den Agung), Trockenzeit
Anreiseca. 2 Stunden von Kuta oder Ubud
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Besakih ist für die Balinesen das, was für andere Religionen die größten Pilgerstätten sind: der heiligste Ort der Insel, an dem die wichtigsten Zeremonien des Jahres stattfinden. Die Anlage liegt rund 1.000 Meter hoch am Fuß des Gunung Agung, des höchsten und heiligsten Vulkans Balis, und besteht aus mehr als zwanzig Tempeln, die über mehrere Terrassen den Hang hinaufführen. Schon der Aufstieg über die steinernen Treppen, vorbei an kunstvollen Toren und vor der Kulisse des mächtigen Berges, ist ein eindrucksvolles Erlebnis. Wer die spirituelle Seite Balis verstehen möchte, kommt an diesem Ort nicht vorbei. Einen Überblick über die ganze Insel gibt unsere Seite zu Bali.

Warum ist Besakih der wichtigste Tempel Balis?

Besakih gilt als Muttertempel, weil er über allen anderen Tempeln der Insel steht und alle Glaubensrichtungen des balinesischen Hinduismus unter sich vereint. Seine Ursprünge reichen weit zurück, lange vor die Ausbreitung des Hinduismus auf Bali; der Ort wurde wohl schon in vorhinduistischer Zeit verehrt. Über die Jahrhunderte wuchs die Anlage zu einem Komplex aus vielen Heiligtümern, in deren Mitte der große Pura Penataran Agung steht. Bemerkenswert ist, dass der Tempel den verheerenden Ausbruch des Agung von 1963 nahezu unbeschadet überstand: Die Lavaströme teilten sich kurz vor der Anlage – für viele Balinesen ein göttliches Zeichen, das die Heiligkeit des Ortes bestätigte.

Was kann man in der Tempelanlage sehen?

Die weitläufige Anlage lädt zum Erkunden ein. Über die zentrale Treppe gelangt man zum Pura Penataran Agung mit seinen gestaffelten Höfen, schwarzen Meru-Türmen und reich verzierten Toren. Ringsherum verteilen sich weitere Tempel, die einzelnen Gottheiten und Himmelsrichtungen gewidmet sind und über schmale Pfade und Treppen verbunden sind. Von den oberen Terrassen bietet sich bei klarem Wetter ein grandioser Blick über die Reisterrassen Ost-Balis bis hinunter zum Meer, während sich im Rücken der Gipfel des Agung erhebt. Besonders eindrucksvoll ist ein Besuch während einer der zahlreichen Zeremonien, wenn die Balinesen in festlicher Tracht mit Opfergaben zum Tempel strömen und die Anlage in Farben und Klängen erwacht.

Wann besucht man Besakih am besten?

Der beste Zeitpunkt ist der Vormittag: Dann ist die Sicht auf den Gunung Agung am klarsten, bevor sich am Nachmittag häufig Wolken um den Gipfel sammeln. Auch der Andrang ist morgens geringer. Innerhalb des Jahres ist die Trockenzeit von April bis Oktober ideal, weil dann die Bergluft klar und die Wege gut begehbar sind. Auf rund 1.000 Metern Höhe ist es deutlich kühler als an der Küste, gelegentlich auch neblig – eine leichte Jacke ist sinnvoll. Wer das spirituelle Leben Balis erleben möchte, plant den Besuch rund um eines der großen Tempelfeste, sollte sich dann aber auf mehr Besucher und besondere Verhaltensregeln einstellen. Mehr zur Reisezeit findest du auf unserer Seite zur besten Reisezeit.

Wie läuft ein Besuch in Besakih ab?

Inzwischen ist der Besuch gut organisiert. Vom modernen Besucherzentrum am Fuß der Anlage gelangt man über einen kurzen Weg oder Shuttle zum Tempel; im Eintritt sind ein Sarong und die Begleitung durch einen örtlichen Guide enthalten, der die Bedeutung der einzelnen Tempel erklärt. Das frühere Problem aufdringlicher „Führer“ gehört damit weitgehend der Vergangenheit an. Als Besucher darfst du die Höfe betreten, die inneren, den Gläubigen vorbehaltenen Bereiche während des Gebets jedoch nicht. Angemessene Kleidung mit bedeckten Schultern und Knien ist Pflicht, der Sarong wird gestellt. Mit etwas Respekt und Offenheit wird der Besuch des Muttertempels zu einem der intensivsten kulturellen Erlebnisse einer Bali-Reise.

Wie kommt man nach Besakih?

Besakih liegt im Osten Balis, rund zwei Autostunden von Kuta, Seminyak oder Ubud entfernt. Am bequemsten reist du mit einem privaten Fahrer an, der die kurvige Bergstrecke kennt und sich gut mit einem weiteren Ziel in Ost-Bali verbinden lässt – etwa dem Wassertempel Tirta Gangga, den Reisterrassen von Sidemen oder einem Abstecher zum Batur-See. Auch organisierte Tagestouren steuern Besakih an. Mit dem Roller ist die Anfahrt möglich, wegen der Steigungen und der Entfernung aber eher etwas für geübte Fahrer. Plane für den Besuch inklusive An- und Abreise einen halben bis ganzen Tag ein.

Welche Tipps gibt es für den Besuch?

Damit der Besuch rundläuft, helfen ein paar Hinweise. Früh starten: Am Vormittag sind Sicht und Stimmung am besten und die Anlage ist weniger voll. Warm anziehen: In der Höhe kann es frisch und neblig sein. Respektvoll auftreten: Besakih ist ein aktiver heiliger Ort – leise sein, Zeremonien nicht stören und Fotohinweise beachten. Festes Schuhwerk: Die vielen Treppen und Pfade verlangen bequeme Schuhe. Wer diese Kleinigkeiten beherzigt, erlebt den Muttertempel Balis in seiner ganzen Würde und nimmt einen tiefen Eindruck vom geistigen Leben der Insel mit. Passende Angebote mit Flug und Hotel findest du über die Reise-Suche oben auf der Seite.

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