War Indonesien früher noch durch die Niederlande regiert worden, besitzt es
heutzutage seine ganz eigene Staatsform.
Entschieden hat man
sich durch die geschichtlichen und die damit verbundenen politischen Gegebenheiten
für eine Präsidialrepublik. Eine starke Ähnlichkeit hat diese Staatsform mit
derjenigen, die in den USA ausgeübt wird.
In Indonesien gibt es seit dem Jahr 1945 die Gewaltenteilung, so dass alle wichtigen Bereiche
von den dazu gehörigen Verantwortlichen abgedeckt werden können.
Nachdem 1998 der General Suharto gestürzt wurde, hat Indonesien zahlreiche
Reformen umgesetzt. Das Einkammernparlament, welches wir unter den Namen
„Abgeordnetenhaus“ kennen, setzt sich aus 500 Mitgliedern zusammen, welche zuvor
gewählt werden. Insgesamt beträgt deren Regierungszeit fünf Jahre. Gewählt wird der
Präsident Indonesien von den Mitgliedern des Abgeordnetenhauses. Zusätzlich nehmen noch 135
Vertreter, die aus den verschiedenen Regionen Indonesiens stammen, und 65
Abgeordnete, die den Standesorganisationen angehören, an der Wahl teil.
Als
Tourist aus Deutschland oder Österreich, wo die parlamentarische Staatsform regiert,
sollte man sich näher mit den politischen Gegebenheiten des Urlaubslandes
auseinander setzen, um so einen besseren und bleibenden Eindruck vom Gastgeberland
zu erhalten.