Indonesien hat im Bereich der Politik im Jahre 2004 durch eine neue
Verordnung die Wahl der Regierung und des Staatsoberhauptes eine Veränderung
herbeigeführt.
Der Präsident Indonesien kann nun direkt durch das indonesische Volk gewählt werden.
Im Jahr
2004 wählte das Volk somit laut den neuen Reformen den ehemaligen General Susilo
Bambang Yudhoyono zum Präsidenten, wodurch die damalige Amtsinhaberin Megawati
Sukarnoputri abgesetzt wurde. Sein Ziel erreichte Yudhoyono mit nahezu 61 Prozent
aller Stimmen.
Yudhoyono gehörte der Demokratischen Partei an und löste damit die PDI-P ab,
der seine Vorgängerin angehört hatte. Anzumerken wäre, dass die Demokratische Partei
erst im Jahre 2004 gegründet wurde und sich der nun amtierende Präsident damit einer
vollkommen neuen Parteiform angeschlossen hat.
Vor der Amtszeit Susilo
Bambang Yudhoyono lagen die Staatsausgaben vom Jahr 1992 bis hin zum Jahr 2000 im
Gesundheitswesen bei rund 2 Prozent. Für das Bildungswesen wurden etwa 7 Prozent
ausgegeben und das Militär musste sich mit 3 Prozent begnügen. Wie sich die Ausgaben
bei der Regierung des neuen Präsidenten entwickeln werden, bleibt
abzuwarten.
Im Bereich der Innenpolitik zeigt sich die jetzige Regierung
vor allem dadurch öffentlich, dass sie den Kampf, in welchem es um Korruptionen
geht, weiter fechtet. Der neue Präsident Indonesiens musste mit viel Kritik aus
seinem Volk umgehen. Unmut und negative Äußerungen über ihren selbst ernannten
Präsidenten wurden vor allem dann laut, als Yudhoyono neue Reformen einführte,
welche sich beispielsweise mit der Erhöhung der Diäten beschäftigten. Dennoch hofft
die Bevölkerung Indonesien weiterhin auf einen Umschwung und die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage.
Außenpolitisch betrachtet versucht die neue Regierung, zunächst das Vertrauen seiner
Nachbarländer zu erlangen und ein Vertrauensverhältnis mit den westlichen Staaten
wieder aufzubauen. Hierbei wird man vor allem darauf Wert legen, wieder Freundschaft
mit Australien zu schließen. Da die australische Regierung Flüchtlinge aus der
Provinz Papua bei sich aufgenommen hat, kam es zu Streitigkeiten zwischen „Down
Under“ und Indonesien.
Doch der neue Präsident ist bereits jetzt mit
vollsten Kräften darum bemüht, die Korruption und den Amtsmissbrauch in seinem Land
abzuschaffen und damit für ein besseres und moderneres Indonesien zu kämpfen. Allem Anschein nach setzt die Bevölkerung große Hoffnungen in die
neue Regierung und das neue Staatsoberhaupt. Ob der neue Präsident diesen Ansprüchen
gerecht werden kann, wird der Verlauf der Geschichte Indonesien zeigen.