Buddhistische Tempelanlage Borobudur (erbaut ca. 750–850)
Die Geschichte Indonesiens ist maßgeblich geprägt von den Vorkommnissen des
5.-16. Jahrhunderts.
Vor allem die Religiosität spielt hierbei
eine nicht außer Acht zu lassende Rolle. Im 5. Jahrhundert übte der Buddhismus einen
prägenden Einfluss auf Indonesien aus, bis es dann im 8. Jahrhundert schließlich zur Buddhistischen
Sailendra-Dynastie kam. Um den Glauben und die Religion zu festigen, wurde auf der Insel Java der Borobudur errichtet. Hierbei handelt es sich um das größte buddhistische
Baudenkmal weltweit.
Zu einem Wandel, was die Religion und damit auch die Herrschaft betrifft, kam
es erst im 15. Jahrhundert. In dieser Zeitspanne wird der Buddhismus in weiten
Teilen durch den Islam abgelöst. Die Ursache hierfür waren die vielen in Indonesien
vorzufindenden Kaufleute, die arabischer Herkunft waren. Nachdem die Herrscher
Indonesiens konvertiert waren, weitete sich auch in der Bevölkerung der islamische Glauben immer weiter aus. Bis heute hin herrscht in den meisten
Regionen Indonesiens immer noch der Islam. Einzige Ausnahme bilden die Inseln Bali und Lombok.
Nachdem man in Europa im Jahre 1487 durch den Portugiesen
Bartolomeu Diaz den Seeweg nach Indien gefunden hatte, begann für Indonesien eine
Zeit der Fremdherrschaft. Über hundert Jahre lang wurde Indonesien von den
Portugiesen beherrscht, bis diese 1600 von den Niederländern abgesetzt wurden.